Die Gemeinschaft der Christen

Die Kirche

Familie vor Kirchentüre

Familie vor Kirchentüre

Wenn man das Wort “Kirche” hört, so fällt einem oft sofort das Gebäude ein, wo Menschen sich zum Gebet versammeln. So kann man das Wort sicher verstehen, aber seine Bedeutung geht viel tiefer.

Kirche bedeutet eine Versammlung von Menschen, die Gott zusammengerufen hat. So lesen wir, dass Gott zu Moses sagt: „Ruf mir das Volk zusammen! Ich will sie meine Worte hören lassen“ (Deut. 4,10). Jesus, als neuer Moses, lehrte das Volk die Vollendung des Gesetzes, das Gott durch Moses gegeben hatte. Unter denen, die beschlossen, ihm zu folgen, berief er einige zu Aposteln, das heißt, zu Boten, die seine Lehre ausbreiten sollten. Zu ihrem Haupt wählte er Simon, dem er den Namen Petrus, d.h. Felsen, gab. Nachdem Simon seinen Glauben an Jesus den Messias, den Sohn des lebendigen Gottes, bekräftigt hatte, sagte Jesus zu ihm: „Du bist Petrus, und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen“ (Mt. 16,18). Daher ist für die Christen die Kirche das neue Volk Gottes: diejenigen, die Jesus Christus als ihrem Leiter, Herrn und Heiland folgen.

Mit verschiedenen Bildern versucht man, die Kirche zu beschreiben, um besser zu verstehen, was sie wirklich ist:

Sie ist eine Herde, und Jesus selbst ist der Hirt. Jesus führt die Schafe seiner Herde zu reichen Weideplätzen, damit sie das Leben in Fülle haben.

Die Kirche ist auch wie ein Acker, den Gott selbst bestellt, damit er reichlich gute Frucht bringt.

Die Kirche wird manchmal auch Bauwerk genannt, ein Bauwerk Gottes, dessen Eckstein Jesus Christus ist. Auf diesem Fundament wird die Kirche von den Aposteln errichtet, und die einzelnen Christen sind ihre lebendigen Steine.

Die Kirche ist auch ein Leib, der Leib Christi. Die Christen sind Glieder dieses Leibes, and Christus ist das Haupt. Das ist ein sehr starkes Bild. Es bedeutet: wie in einem menschlichen Körper alle Glieder verschiedene Funktionen haben, so besteht der geistige Körper der Kirche aus Gliedern mit verschiedenen Aufgaben. Und zugleich zeigt dieses Bild, wie Christen vereint sein sollten, als Glieder desselben Leibes, und von Christus, dem Haupt, mit Leben erfüllt.

Also: wenn Christen von der Kirche sprechen, dann meinen sie vielleicht Menschen, die sich treffen (oft in einem Kirchengebäude), um zu beten und Gott im Namen Jesu Christi zu verehren. Oder sie meinen die örtliche christliche Gemeinde. Aber sie können mit dem Wort „Kirche“ auch die Gemeinschaft aller Menschen meinen, die, über die ganze Welt verstreut, an Jesus Christus glauben.

•   zu “ein neuer Moses”: “Im Evangelium nach Matthäus, besonders in Kap. 5-7, zeigt sich Jesus als ein Lehrer wie Moses, der die wesentlichen Lehren und die ‚Gute Nachricht’ der Gottesherrschaft bringt. Jesus sinnt nach über die zehn ‚Worte’ oder Gebote, die Moses gegeben wurden und erklärt sie beispielhaft für seine Zeit.“

•   zu “das neue Volk Gottes”: “ Die Kirche ersetzt nicht das jüdische Volk als ‚Volk Gottes’ oder macht es gar überflüssig. Es ist vielmehr so, wie das Zweite Vatikanische Konzil mit den Worten des Heiligen Paulus aus dem Römerbrief festhielt: Die Kirche wurde wie ein wilder Olivenzweig auf den guten Olivenzweig (das Volk, mit dem Gott den alten Bund schloss) aufgepfropft. Gott hat Juden und Heiden zu einem einzigen ‚Volk Gottes’ berufen, nicht nach dem Fleisch, aber im Geiste“ (vgl. Katechismus der Katholischen Kirche 781).

•  zu „die Gemeinschaft aller Menschen“: „diese eine Gemeinschaft ist  in viele einzelne Kirchen (katholische, orthodoxe, orientalische, protestantische… gespalten“

Quelle: Katechismus der Katholischen Kirche, 751-757.

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