die Entstehung des Korans

Der Koran

21. August 2012 | posted by Juliana | Bearbeiten

Der Koran enthält ausschließlich jene Worte des Propheten Mohammeds die er von Engel Gabriel übermittelt bekommen hat in form von (kara) liess, von seinem 40. Lebensjahr an bis zu seinem Tod, also aus der Zeit zwischen 610 und 632. Die Sammlung des Korans wurde 35 Jahre nach dem Tod des Propheten Mohammeds abgeschlossen. Der Koran ist unübersetzbar daher sind alle Koran Exemplare in einer anderen Sprache Interpretationen des Korans. (eine Interpretation des Korans in deutscher…..Sprache und nicht eine Übersetzung des Korans ist ein wichtiger unterschied. Durch sie ist mir damit die Erlaubnis gegeben Wörter je nach Zeit und geprägter Gesellschaft zu nutzen) Wer den Koran lesen will muss das in Arabischer Sprache tun alle anderen Sprachen sind Interpretation des Korans.

„Im Buch Gottes ist die Kunde vom dem das vor euch war“ soll der Prophet Mohammed gesagt haben „die Nachricht von dem, was nach euch kommt, und das Urteil dessen, was hier zwischen euch stattfindet.“ Der Koran ein Mosaik biblischer Anspielungen und er gilt als die einzige Authentische gültige Schrift vom Gott gewollt.

Der Koran, erkennt Juden und Christen als Anhänger einer Offenbahrungsreligion und Besitzer einer heiligen Schrift an. Der Prophet nennt sie daher Leute der Schrift und in der Anfänger Zeit seiner Verkündigung 610-622 lesen wir im Koran „Unser Gott und euer Gott ist einer“ Sure 29,46

Im Jahr 624 in Medina machte der Prophet Mohammed jenen Schritt der ihn und den Islam in die Selbständigkeit führte. Und so grenzte er sich vom Anspruch der Juden und Christen die einzige heilsame Religion zu besitzen ab und berief sich von nun an auf Abraham. Der Vater aller Gläubigen noch bevor dem Judentum oder Christentum. Sure 2,135;  3,65. damit hat der Prophet Mohammed den arabischen Charakter seiner Botschaft in den Vordergrund gestellt: „Er ist es der seinen Gesandten mit der Rechtleitung und dem wahren glauben entsandt hat; Er setzt den waren Glauben durch bis Er die Oberhand über alle Religionen gewinnt, auch wenn es den Götzendienern zuwider ist“. Sure 9,33 Von nun an werden seine Aussagen im Koran von großer Polemik über die Christen und Juden. Bei 629 kam der Befehl in Sure 9,29 „kämpfe gegen jene unter den Schriftbesitzern die nicht an Gott und den jüngsten Tag glauben und nicht verbieten was Gott und sein Gesandter verbitten und die sich nicht zum wahren Glauben bekennen bis sie die Dchizya-steuer (Kopfsteuer Schutzgeld) freiwillig und folgsam entrichten“.

Zur Entstehung des Korans:

Der Koran existierte von Ewigkeit her. Noch bevor er dem Propheten Mohammed geoffenbart wurde, existierte er bereits im Himmel, so der islamische Glaube. Dem Koran wird die geradezu göttliche Eigenschaft zugeschrieben, ungeschaffen zu sein. Der Koran selbst spricht von der „Mutter der Schrift“, deren irdische Abschrift er der Koran ist. Aus dieser Urschrift im Himmel seien die einzelnen Suren dem Propheten Mohammed durch die Vermittlung des Engels Gabriel zuteil geworden. So gilt der Koran den gläubigen Muslimen als die wortgetreue Abschrift in arabischer Sprache eines himmlischen Originals. Das gibt dem Koran in den Augen der Muslime seine Würde und Autorität. Darin gründen seine Unfehlbarkeit und sein Anspruch, im vollen Sinne des Ausdrucks Wort Gottes zu sein. Wenn der Koran rezitiert wird (versteht sich nur in arabischer Sprache), spricht Gott selber.

Der Koran als mündliche Verkündigung an eine wachsende und wandelnde Gemeinde ist ein Blick der in traditionellen islamischen kreisen verpönt ist. Obwohl der Koran in gewisser weise an das denken und die religiöse Praxis seiner Zeit sich anschließt.

Der Koran bezweifelt, und verdächtigt das Teile der jüdischen wie christlichen Schriften entstellt oder verschwiegen wurden. “ Siehe, wahrlich, ein teil ist unter ihnen, der mit seinen Zungen die Schrift verkehrt, damit ihr es für einen Teil der Schrift haltet, während es nicht zur Schrift gehört. Und sie sprechen: „es ist von Allah, jedoch ist es nicht von Allah..“ Sure3, 78 oder auch „Wir haben zu dir das Buch mit der Wahrheit herab gesandt, damit es bestätige, was vom Buch vor ihm vorhanden war und alles, was darin steht, fest in der Hand haben..“ Sure 5,48 Dieses Verfälschung Argument verweist aber dabei nicht darauf das die Schrift an sich verfälscht ist, sondern um das eigene religiöse wie politischen Profil zu bestätigen braucht es Abgrenzungen und so zieht man die Schriften anderer in Zweifel.

Aus: Welt und Umwelt der Bibel 1/2012 Der Koran als Kommentar der Bibel Wie schon geschrieben steht…. von Genevieve Gobillot

Ordnung innerhalb des Korans:

Der Koran wird im Licht der Medianischen Zeit 622-632 interpretiert. Themen der Mekkanischen Suren von 610-622 Gerechtigkeit, das Gericht und der reine Ein Gott Glaube stehen zwar im Mittelpunkt aber Interpretation geschieht: die jüngeren Sure haben über der älteren Vorrang in der Auslegung. In Medina wird er Prophet auch politischer Führer und so das Ideal zu Verkünden wird nun, den Islam Historisch zu verwirklichen, eine islamische Gemeinschaft politisch zu gründen und zu organisieren. Der islamische Kalender beginnt nicht mit dem Geburtsjahr oder mit 610 wo dem Propheten die ersten Offenbarungen geschenkt wurden sondern mit 622 ist die Geburtsstunde des Islam, den hier wird der Islam nun politisch -sozial etabliert im Namen Gottes.

Drei Thematiken werden kontinuierlich angesprochen:

  1. Gott Teilt sich den Menschen mit in form von Zeichen. (jeder Vers des Korans ist ein Zeichen)
  2. Gott leitete den Menschen auf dem Weg der islamischen Normen. (der Koran enthält schätzungsweise 200 bis 300 religiöse, sittliche und soziale Vorschriften.)
  3. Gott ist der Herr des Gerichts am Ende der Zeiten. (die menschliche Gemeinschaft wird am ende der Zeiten wieder auferstehen und sich Versammeln. Der Islam erkennt keine form der Vermittlung, keine Form der Erlösung an) „und nicht wird im nutzen die Fürbitte der Fürbittenden,“ Sure 74,48
  • Aus: Welt und Umwelt der Bibel,Der Koran und die Bibel 1/2000 Ein Buch oder viele Bücher Gottes? Die Pädagogik der Zeichen, von Michael Reeber

Die Auswahl der biblischen Texte im Koran: quantitativ ist diese Auswahl nicht groß.

Für die Juden war ihm alles Tora und für die Christen war ihm alles Ingil (Evangelium). Christus selbst ist ein Gottesmann wie Moses. Die Koranischen Bibelerzählungen zeigen eine Verschachtelung ineinander von biblischen und außer-biblischen Geschichten. Während der zweiten Mekkanischen Periode verrät der Prophet Mohammed größeres Wissen um alttestamentliche Erzählungen, dies gilt besonders von Abraham. Allgemein unterscheidet der Prophet Mohammed innerhalb der Schrift zwischen Tora und Evangelium (Sure 3,3).

Bei Zitaten und Anspielungen auf die Bibel, auf die rabbinische Literatur oder auf christliche Schriften setzt der Koran eigene Schwerpunke. Manchmal werden nur Schlüsselworte oder Namen erwähnt. Erzählungen die in der Bibel mit weniger Aufmerksamkeit erzählt werden können in Koran einen Unverhältnis großen Platz einnehmen wie die Geschichte von Josef und der Begegnung mit der Frau des Pontifar, die in Koran als die schönste Geschichte erzählt wird. Sure Josef 12

  • Aus: Welt und Umwelt der Bibel 1/2012 artikel Wo Bibel und Koran sich begegnen bei Rachel Milstein Professorin am Institut of Asien and African Studies an der Hebräischen Universität Jerusalem und Spezialistin in islamischer Kunst)

Fragen: Wo lernte der Prophet Mohammed diese Geschichten kennen? Welche Art von Juden, Christen kannte der Prophet Mohammed? Wusste er um die Uneinigkeit der Christen? Kannte er das Judenchristentum? Im positiven Sinne gibt es gerade zwischen dem Judenchristentum und dem Islam Berührungspunkte. Der Islam verbindet Torah und Evangelium auf souveräne Weise. Beide werden als gültige Offenbarungen anerkannt. Abraham ist die Brücke, da er weder Jude noch Christ ist. Auch das Judenchristentum, das das Evangelium angenommen hat, hält an Moses fest. H.J. Schoeps behauptet: die Ebionitische Kombination von Moses und Jesus haben  bei den  Propheten Mohammed ihre Erfüllung gefunden. (Ebioniten hießen seit dem Ende des 2 Jahrhunderts die Judenchristen, die Jesus als Messias angenommen hatten. Sie lehnten aber die Jungfrauengeburt und andere erste Ökumenische Konzilien ab, die das paulinesche Christentum in wachsendem Maße bestimmten. Sie hielten an den Bestimmungen der mosaischen Tradition wie Beschneidung, Sabbatfeier und Speisegebote fest. Sie lehnten die gesetzesfreie Heidenmission des Apostels Paulus wie auch die Autorität der Neutestamentlichen Schriften ab bis auf das Matthäus Evangelium und die Offenbarung des Johannes. Der Name Ebionim kommt aus dem Hebräischen und bedeutet in seiner ursprünglichen Form die Armen. Die Bezeichnung Ebionäer oder Ebioniten kommt von den Gegnern, als die allgemeine Kirche das Judenchristentum als Häresie abgewiesen hatte. Die Ebioniten dagegen nannten sich selber Nazaräer. Im Koran werden die Christen ebenfalls als Nazaraa genannt, was auf die enge Beziehung zu den judenchristlichen Kreisen zur Zeit des Propheten Mohammeds auf der arabischen Halbinsel hinweisen mag. (Wikipedia)

Die Gröbsten Schwierigkeiten in Glaubensfragen zwischen Christentum und Islam beziehen sich auf die Frage: Wer ist Jesus Christus? Jesus ist Diener, Prophet und Gesandter Gottes, Jesus ist der Messias, Jesus ist ein Wort von Gott, Jesus ist auch Geist von Ihm. Der Koran versucht somit die Christliche aussage Jesus der Sohn Gottes abzuweisen. „Es gibt keinen Menschen, dass Gott im das Buch, die Urteilskraft und die Prophetie zukommen lässt und dass er dann zu den Menschen sagt: seid meine Diener anstelle Gottes “ Sure 3,79 Jesus spricht in den Evangelien in der „Ich aber sage euch”. So wenn Christen auf die falsche Lehre beharren sind sie nach dem Koran ungläubige „ungläubige sind diejenigen die sagen: Gott ist Christus, der Sohn Marias,…“Sure 5,72; 5,17 Die Christen werden in Koran kritisiert vor allem wegen der Weigerung die prophetische Sendung des Propheten Mohammeds und die Echtheit der Koranischen Offenbahrung anzuerkennen. Der Koran aber befürwortet eindeutig das Nebeneinander verschiedener religiöser Gesetze: der Torah, der Evangelien und des Korans: „für jeden für euch haben wir eine Richtung und einen Weg festgelegt und wenn Gott gewollt hätte, hätte Er euch zu einer einzigen Gemeinschaft gemacht. Doch will er euch prüfen in dem, was Er euch hat zukommen lassen. So eilt zu den guten Dingen um die Wette“. Sure 5,48

Die Bibel – Heiliges Buch, der Koran – glorreiches Buch: die Glaubensbücher geben Auskunft darüber, was wichtig ist und wie gelebt werden soll. Es liegt an uns, die Botschaften darin auch im Heute zu leben, zu einer Zeit, da die Elektronik aus der großen Welt eine kleine, enge Welt gemacht hat, in der der Nachbar von heute und der Fremde durch E-Mail und Internet nebeneinander stehen.

Quellennachweis

  • Bibel und Koran „Was sie verbindet, was sie trennt“ Joachim Gnilka (Herder Verlag 2004)
  • Bibel und Koran: Artikel „ein Vergleich“ von Raynald Wagner OFM Publiziert in: Im Land des Herrn, Franziskanische Zeitschrift für das Heilige Land, 60. Jahrgang 2006, Heft 3
  • Die Biblischen Erzählungen im Koran von H.Speyer (Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1961) Internet Wickipedia
  • Welt und Umwelt der Bibel Der Koran mehr als ein Buch 1/2012
  • Welt und Umwelt der Bibel, Der Koran und die Bibel 1/2000 Ein Buch oder viele Bücher Gottes?
  • Welt und Umwelt der Bibel, von Jesus zu Mohammed, die Ausbreitung des arabisch-islamischen Reiches 1,2005